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HENRIK LÖNING, OEL AUF LEINWAND
26. Mai 2007 - 7. Juli 2007
Zu den gezeigten Arbeiten schreibt Henrik Löning: Als Flachländer, die Nordsee als Maßstab für das eigene Orientierungsgefühl vor dem Gesichtfeld, sind Berge aufragende Götter mir fremder Kulturen. Dann muss ich die ja auch mal malen, so als Götzendienst.
Mein sonstiges malerisches schaffen beschäftigt sich mit der nahen deutschen Geschichte bis in die sechziger Jahre hinein. Ausgangslage sind Fotos aus dem privaten Fotoalbum, aus Zeitschriften, Büchern, dem Internet, eigene Fotos. Es sind Bilder der familiären Idylle, der Heimat, Bilder aus der eigenen unschuldigen Kindheit, aus der Werbung, vom Glück erzählend. Bilder die austauschbar sind und die jeder kennt. Es sind Vorlagen an dem das Gedächtnis erwachen kann, das Vergangene entzündet sich im betrachten.
Für mich ist Malerei ein Erinnerungsprozess. Eine Tasche ist hier, am Tag, eine Tasche.Aber im Traum kann sie etwas ungeheuerliches sein, etwas Dramatisches oder erschreckendes ohne das sie etwas tut und sich verändert. Man schaut so aus dem Augenwinkel, es verschwindet, wenn man es fixiert
Ich fühl mich da ja häufig etwas zu pragmatisch, rational abgenutzt, als dass ich diese Mehr auch immer wieder sehen kann. Aber im malerischen Prozess stellt es sich immer wieder ein. Und Erinnerungsbilder, seien es eigene oder kollektive entwickeln, sich zu unerforschten Kontinenten und Seewegen. James Cook und Mungo Park stehen mir im Atelier, auf Polstern sitzend, väterlich zur Seite. Lächelnd – meist erzählen sie sich aber von ihren letzten Reisen. Ich kann sie leider nicht so gut verstehen.
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